NWTN BEIM THEMENFESTIVAL “KÜNSTLICHE INTELLIGENZ”

Zamina Ahmad (l.) zum Thema vorurteilsfreie KI-Lösungen, Simon Graff (r.) über die Zukunft von Kreativität und Content-Produktion

Februar 2024, von Karoline Malke. Das erste Themenfestival für die Medien- und Digitalwirtschaft von nextMedia.Hamburg im SPACE war noch ein Geheimtipp, aber restlos ausgebucht. Vor allem das Thema “Künstliche Intelligenz” und das hochkarätige Lineup haben zahlreiche Teilnehmer:innen in den neu geschaffenen Coworking Space in der Hamburger Speicherstadt gelockt. nwtn war an zwei Tagen rund um die Themen Creativity und Content dabei. Unsere 5 Learnings: 

1. Du brauchst eine Idee oder ein Konzept

Large Language Models (LLMs), wie ChatGPT basieren auf statistischen Mustern und haben kein wirkliches “Verständnis” für Sprache haben. Es braucht also immer eine gute Idee und auch eine präzise Wortwahl (am besten in Englisch), um dieses im Grunde triviale System aus Datenanalyse und Wahrscheinlichkeiten zu einem kreativen Partner zu machen. Je nach Anwendungsgebiet variieren die KI-Tools, die sich dafür nutzen lassen. Oft ist es sinnvoll, einige “Favoriten” auszuwählen und diese auch untereinander zu kombinieren, um Ideen und Konzepte umzusetzen. Gute Cases gibt es inzwischen viele: Die AI-Banking-Kampagne “ING FutureMe” animierte Nutzer, ihre Vorstellung vom Ruhestand zu visualisieren und sich damit Gedanken über die Rente zu machen. Die Homeless Gallery macht die Lebensgeschichten Obdachloser mit KI-Kunst sichtbar. Aber auch kleine Alltagsaufgaben wie Moodboards oder Inspiration für Social Media Posts können mit der KI schneller und kreativer erstellt werden, wenn die Idee hinter dem Prompt klar ist.  

2. Du brauchst klare Ziele und Anwendungsfälle

Kommunikationsabteilungen, die KI nutzen möchten, sollten sich vorab sehr gut überlegen, für welche Anwendungsfälle dies wirklich sinnvoll ist, wie die Lösung aussehen soll, was die Ziele sind und wie künftig mit der KI, aber auch mit den notwendigen Daten umgegangen werden soll.    

3. Du brauchst einen gesunden Menschenverstand

In den Daten, mit denen LLMs trainiert werden, sind bestimmte Gruppen oft über- oder unterrepräsentiert, was zu möglichen Verzerrungen und schlimmstenfalls zu Diskriminierung führen kann. Im besten Fall bewertet ein diverses Team die KI-generierten Ergebnisse. Denn auch wer sich selbst für integer hält, kann oft nicht alle Perspektiven auf bestimmte Darstellungen oder Formulierungen überblicken. Die gute Nachricht: Algorithmen lassen sich beeinflussen/trainieren. Wer beispielsweise ChatGPT kontinuierlich die eigenen Werte und den richtigen Kontext mitgibt, kann vorurteilsfreie Ergebnisse fördern. 

4. Du brauchst Zeit, Budget und Wissensdurst

Alle, die sich nur im Ansatz mit KI beschäftigen, bemerken schnell, wie umfassend dieses Thema ist und wie rasant die Entwicklungen auf diesem Gebiet sind. Wer das Potenzial von KI wirklich ausschöpfen möchte, muss Zeit und Geld investieren. Mit einigen kostenlosen Tools, lässt sich spielen und probieren. Wer in die Spezialisierung gehen möchte, wird um Abo-Modelle, wie wir sie heute beispielsweise bei Microsoft-Office und Adobe-Produkten haben, nicht mehr herumkommen. Die Alternative ist eine firmeneigene KI. 

5. Du kannst mit KI aber auch einfach eine Menge Spaß haben

Was das Themenfestival aber vor allem gezeigt hat, ist der Spaß, den KI bringen kann. Beim Prompt Battle mit Mit Ninu Dramis (Ahuman Studio) und dem Design Zentrum Hamburg wurden schaurige Horrorfilmfiguren in Alltagssituationen und futuristische Küchengeräte geprompted. Das Publikum durfte abstimmen, welche Ergebnisse sie am meisten überzeugt haben. Beim KI Content Quiz mit Melina Deschke (Rocket Beans) wurden alle Aufgaben und Fragen mit KI generiert. Und überhaupt hatte das Thema KI in allen Festival-Sessions einen enormen Unterhaltungsfaktor, weil es noch immer viele Wow- und Aha-Momente gibt.

Tools & Leseempfehlungen

EIN BLICK AUF DAS SMARTPHONE VON LEIF ULLMANN

In der Serie „Homescreen!“ präsentiert das Magazin Basic Thinking regelmäßig die Homescreens von Menschen aus der Social Media-, Marketing-, Medien- und Tech-Welt – inklusive spannender App-Empfehlungen und Tipps. Unser Geschäftsführer Leif Ullmann hat für das Format sein Smartphone entsperrt.

Leif Ullmann basicthinking

„WER WAS ZU SAGEN HAT, MUSS SICH NICHT KURZFASSEN.“

In unserem Format: nwtn Essentials – Der Talk hat sich Leif Ullmann das Goldfisch-Theorem vorgeknöpft.

Was in aller Welt ist das Goldfisch-Theorem?

Das Goldfisch-Theorem ist einer der beliebtesten und leider inflationär verwendeten Einstiege in Vorträgen und Präsentationen in der digitalen Marketingbubble. Es besagt, dass die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen nur noch bei maximal 8 Sekunden liegt und damit die eines Goldfisches (9 Sekunden) im Laufe der Jahre unterschritten hat. Sie dient den Referierenden als Beleg, dass Content und Informationsvermittlung immer kürzer, schneller und direkter sein muss, um ja nicht die User:innen zu verlieren.

Aber der Trend zur Kürze ist doch da, auch ohne Goldfisch!?

Ganz klar: es gibt einfach viel mehr Bühnen für kurze Content-Formate. Wir dürfen jedoch nicht Kurzform mit Verkürzen verwechseln. Wer was zu erzählen hat, muss sich nämlich nicht kurz halten. Oder anders herum: Auch lange Formate können kurzweilig sein. Und wenn nicht, ist man auch schon zu Zeiten von Bild, BamS und Glotze vorm Fernseher eingepennt. Wer in der Kürze aber das Panazee des Content-Marketing sieht, wird keine großen Sprünge machen, vor allem nicht den ins Erinnerungsvermögen der Konsument:innen.

Wie sollen wir uns also gegen den Goldfisch behaupten?

Indem wir wieder mehr übers Aquarium hinausdenken und -wachsen. Für den Goldfisch mag es die ganze Welt sein, mit Marken und Unternehmen müssen wir raus aufs Meer. Von Purpose bis Produktinnovation: Die Fragen der Konsument:innen an Marken und Unternehmen, oder die der eigenen Mitarbeitenden, werden vielfältiger, die Antworten komplexer. Klar gibt es kreative Kurzformen, die auch komplexe Themen in wenigen Sekunden vermitteln. Auf TikTok und Insta sehen wir das jeden Tag. (Leider viel zu selten brand- oder corporateborn) Diese Assets braucht es sogar zwingend. Als Teaser, first contact oder einfach zur Unterhaltung. Die Diggin Deeper-Form brauchen wir aber genauso nötig.

Stichwort Diggin Deeper: Und wie groß ist nun die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen wirklich?

Wir sind in der Lage ganze Serien an einem Wochenende zu bingen, Podcasts sind zum 90-Minuten-Format avanciert und Talkshows wie Markus Lanz boomen, weil hier gerade nicht alles in 30-Sekunden-Statements gequetscht wird. Es scheint also, als könnten wir ne ganze Weile durchhalten. Was übrigens auch für den Goldfisch gilt. Studien sagen, dass diese sich teilweise noch bis zu zwei Jahre an Stellen erinnern, an denen sie Futter fanden. Das beweist also, dass Aufmerksamkeit und Relevanz korrelieren – und zeigt, dass das Goldfisch Theorem eher Quatsch ist. Oder schlichtweg Opfer einer Verkürzung geworden ist…

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Mehr Informationen

KAROLINE VON NWTN IM INTERVIEW

In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth, Gründerin von SCRIBERS[HUB], Kommunikationsprofis regelmäßig Fragen zum Thema Content.

In der Interview-Reihe „Content-Buzzer“ stellt Sabine Fäth, Gründerin von SCRIBERS[HUB], Kommunikationsprofis regelmäßig Fragen zum Thema Content.

AUDIO IST DIE KÖNIGSDISZIPLIN

In unserem Format: nwtn Essentials – Der Talk hat Leif Ullmann den aktuellen Podcast Hype eingeordnet.

Alle reden über Podcasts. Echter Trend? Oder Sau, Dorf, dankeschön?

Ganz klar nachhaltiger Trend und nicht nur Hype. Das belegen seit Jahren steigende Abrufzahlen. Nachdem das Radio über Jahrzehnte daran gearbeitet hat, jeglichen „Inhalt“ aus dem Programm zu dudeln, hat sich das Wort neue Bühnen gesucht und dank smarter digitaler Broadcasting-Mittel auch gefunden. Auch in Marketing und Kommunikation spielen Podcasts eine immer größerer Rolle. Mit viel Luft nach oben: In einer fischerAppelt Studie zum Marketingmix der Zukunft setzen nur 5 Prozent entschieden auf die neuen Audio-Möglichkeiten.

Podcasts dauern häufig sehr lang, während die Aufmerksamkeitsspanne abnimmt. Wie geht das zusammen?

Der Podcast-Konsum liegt vor allem in den sogenannten digitalen Ruhephasen der Menschen. Gründe für diese Ruhephasen können eingeschränkte Smartphone-Nutzung sein (etwa im Auto/DB/Flugzeug oder beim Joggen/Fitness) oder die sogenannte Drive Time auf dem Rückweg von der Arbeit, vor dem Einschlafen oder während Tätigkeiten, die keine sonstige kognitive Leistung erfordern. Er ersetzt aber immer häufiger auch den morgendlichen Radiokonsum, vor allem durch journalistisch geprägte Morningbriefings.

Wie springen Unternehmen auf den Podcast Hype auf?

Audio pflegte jenseits von Funkspots oder Radiomaterndiensten im Marketing lange ein totales Nischendasein. Zuhören war einfach nicht sexy. Über visuelle Reize oder knackige Claims ließen sich Produkte und Markenbotschaften einfach besser verkaufen. Aber aktuell tut sich was, Unternehmen fangen an auszuprobieren. Entweder, in dem sie sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren, etwa aus dem Bereich Wissenschaft oder Lebenshilfe, das sich aus ihren Produkten oder Kernkompetenzen ableitet, oder aber als Employer Branding Podcast, der für interessierte Bewerber:innen ebenso funktioniert wie für die eigene Belegschaft.

Was braucht es denn für gutes „Branded Audio“?

Aktuell erfolgreiche Podcast-Formate leben von starken Personalities – oft auch als Duo oder Trio. Die Presenter:innen sind also ausschlaggebend für den Erfolg. Sie sind das zentrale Bindungselement für den Hörer. Zudem vertreten sie oft klare Meinungen und Positionen und zeigen sich auch von ihrer persönlichen und privaten Seite. Das sind alles Dinge, mit denen sich Marken und Unternehmen traditionell schwer tun. Sie sind es eher gewohnt zu „inszenieren“ und sich bei polarisierenden Themen möglichst neutral zu geben. Also eher Voraussetzungen bei denen einem die Ohren einschlafen.

Mit welchen Themen könnte man punkten?

Schaut man in die Podcastcharts, dann ist das Themenspektrum sehr vielfältig. Sexualität, Beziehungen, Frauen- und Männerklischees sind traditionell hoch gerankt. Andere erfolgreiche Podcasts zeichnen sich durch eine starke monothematische Ausrichtung wie Fußball, Wissen und Politik oder Crime aus. Aus meiner Sicht wichtig: Das Thema muss zum Absender passen und es muss von Sekunde eins eine Leidenschaft zu spüren bzw. hören sein. Und Leidenschaft kann man nicht skripten oder spielen. Deshalb sind Pornofilme auch so langweilig – Sexpodcasts aber voll im Trend.

Podcasts als neuer Porno?

Nein, Pornos funktionieren nach wie vor, aber nur auf visueller Ebene. Audio hingegen ist in der Vermittlung von Inhalten die anspruchsvollste Disziplin. Es muss allein über den akustischen Kanal funktionieren. Dieser Herausforderung sollten sich alle – die jetzt zum Aufnahmegerät greifen – klar sein.

CONTENT MARKETING AUS DEM BILDERBUCH

Dieser Text erschien zuerst als Gastbeitrag im Februar 2019 bei lead digital (w&v)

Von Leif Ullmann. Seit einigen Tagen sorgen in den Timelines der sozialen Medien Bilder eines sogenannten „EU Passport“ für Aufmerksamkeit. Individuell ausgestellt auf die jeweiligen Absender:innen des Posts, erwecken die Pässe den Eindruck eines neuen offiziell erhältlichen Ausweisdokuments. Wo kann ich diesen Europapass bitte beantragen, ist wohl die erste Reaktion derjenigen, denen der europäische Gedanke zwischen Brexit-Wirrungen und den nahenden EU-Wahlen ein Statement wert ist. Die digitale Spurensuche führt uns dann aber nicht in ein offizielles Amtsportal mit Antragsformular und bürokratischer Begleitmusik, sondern schnurstraks auf die Website der österreichischen Indie-Band „Bilderbuch“.

Die vierköpfige Gruppe aus Wien, die ihren Namen definitiv nicht nach Google-Kriterien ausgewählt hat, fordert die Websitebesucher auf, ihre EU-Identity zu checken und bietet zwei Clicks weiter besagten EU-Passport zum Selbstausfüllen und Download an. Ganz unbürokratisch können also  User:innen aufs virale Trittbrett springen und sich binnen Sekunden zu EU-Bürger:innen machen. Mit #Europa22 bietet die Band gleich noch den passenden Hashtag dazu. Schöne Idee zur EU-Wahl mag man auf den ersten Blick denken. Content Marketing nach allen Regeln der Kunst zeigt sich jedoch nach genauerer Betrachtung. Denn die Passaktion der Band ist nicht nur als Dienst an EU-freundlichen Bürger:innen zu verstehen, sondern Teil einer intelligenten Content-Marketing-Kampagne zur Veröffentlichung ihres neuen Albums. Ein aus meiner Sicht positiver Case, wie zeitgemäßes Content-Marketing funktionieren kann. Genau deshalb lohnt ein Blick auf die Zutaten:

Pro-EU-Idee passt in die mediale Agenda

Thema und Relevanz: Während in London die Brexit-Modalitäten immer kuriosere Formen annehmen und kurz vor der anstehenden Europa-Wahl der Sinn und Zweck der europäischen Union immer kontroverser diskutiert wird, setzt die Band mit ihrer Pro-EU-Idee auf eines der aktuell zentralen Nachrichten- und Debatten-Themen auf. Dass #Europa22 dabei nicht nur Kampagnenhashtag, sondern gleichzeitig Titel der Vorabsingle zum neuen Album der Band Bilderbuch ist, schafft gewissermaßen eine natürliche Verbindung zum Produkt. Während etliche Content-Marketing-Ideen schon an der fehlenden thematischen Relevanz scheitern, dringen Bilderbuch hier also perfekt in die mediale Agenda vor.

Bilderbuch bedienen die Sehnsucht nach mehr Haltung

Purpose:  Während viele Unternehmen aktuell im Marketing den Zweck ihres Handelns definieren und nach außen stellen, waren Musik und Kultur schon immer sehr Purpose umhaucht. Einer Band nimmt man dabei eine Haltung oder ein politisches Statement viel eher ab, als einem globalen Unternehmen. In den vergangenen Jahren sind klare politische Bekenntnisse von Musikern dennoch eher rar geworden. Sei es aus Angst vor rückläufigen Ticket- und CD-Verkäufen oder aus tatsächlich mangelnder Haltung. Bilderbuch bedienen mit der EU-Kampagne die Sehnsucht nach mehr Haltung und bieten über den Viraleffekt allen Fans die Chance, sich dieser anzuschließen. Aufgrund ihrer Herkunft aus der Indie-Szene laufen sie zudem nicht Gefahr, sich unglaubwürdig zu machen. Kurz gesagt: Thema, Haltung und Absender ergeben eine perfekte Symbiose.

Konversion an der Konzertkasse?

Zielgruppe: Haltung und Thema können noch so ausgeprägt und relevant sein. Wenn sie nicht ins ungefähre Mindset der Zielgruppe passen, wird der Marketingerfolg eher bescheiden ausfallen oder die Kampagne gar zum Boomerang werden. Musiker:innen, die tendenziell über Heimatgefühle und entsprechende Sehnsüchte singen, würden mit der Passport Idee bei ihren Fans vermutlich wenig virale Lust stimulieren und umgekehrt bei der Generation-Pro-EU kaum Credibility aufbauen können. Die (bestehenden) Bilderbuch-Fans jedoch teilen Haltung und Geist der Band und sind somit die Viralmacher:innen für ebenselbe und letztendlich auch für ihre Musik und Platten. Denn wir erinnern uns kurz: Bilderbuch möchten (auch) ihr neues Album vermarkten und ein nicht unerheblicher Teil der Passport Nutzer:innen wird die Musik und Band zuvor noch nicht auf dem Radar gehabt haben. Alle User:innen, die bei der Aktion mitmachen, landen also erstmal im Salesfunnel für Album und Tournee. Ob es am Ende für eine echte Konversion an die Konzertkasse oder in den ITunes Store reicht, liegt dann vermutlich doch schlicht und einfach am Musikgeschmack der neuen EU-Bürger:innen. An mangelndem Marketing Buzz werden Bilderbuch zumindest in diesem Frühjahr nicht scheitern.

Digitales Erwachen der Musikbranche

Während der Musikbranche lange eine gewisse digitale Schläfrigkeit nachgesagt wurde, ist der aktuelle Bilderbuch Case ein gutes Beispiel dafür, wie geschicktes Content-Marketing den üblichen PR- und Marketing-Baukasten im Musikbusiness ersetzen kann. Bühnen für Promo-Auftritte sind mangels Late-Night-Formaten oder großen Shows wie einst „Wetten, Dass“ eher rar geworden, Musikmagazine gehören ebenfalls zur aussterbenden Gattung und die Abspielplattform Radio wird auch immer gleichförmiger. Der EU-Passport wiederum schafft derzeit nicht nur in den sozialen Medien Reichweite für die Band, sondern sorgt auch in klassischen Medien für Berichterstattung. Letzter Dreh ist übrigens eine Debatte darüber, ob nicht ein Weltbürger:innen-Pass die noch zeitgemäßere Idee wäre. Aber der passt einfach nicht zur Single #Europa22.

Leif Ullmann ist seit 1. Januar 2019 Geschäftsführer der Agentur nwtn (gesprochen Newton). Er kümmert sich um die Entwicklung digitaler Content Formate und non linearer Storytelling Ideen. Bis Ende 2018 war er – zuletzt als Director Content – über 13 Jahre in verschiedenen redaktionellen Positionen bei fischerAppelt tätig. 

NWTN RECOMMENDATION: CONTENT GEKONNT

Standardwerk Content Marketing

In diesem von fischerAppelt Vorstand Matthias Wesselmann herausgegeben Praxishandbuch berichten über 30 renommierte Content-Marketing-Expert:innen und Praktiker:innen über Erfahrungen, Lernkurven und Erfolgsfaktoren – leicht verständlich, anregend und mit aktuellen Fallbeispielen illustriert.

Aus dem Inhalt
  • Wie Content Marketing gesehen wird – von Kund:innen und im Unternehmen
  • Welche Voraussetzungen Content Marketing braucht
  • Wie Content Marketing die Konsument:innen erreicht
  • Wie Content Marketing entsteht – in B2C und B2B
  • Welche Content-Marketing-Formate existieren
  • Welche Verbreitungskanäle Content Marketing nutzt
  • Wie sich der ROI von Content Marketing messen lässt
  • Praxis-Beispiele – so gelingt es

nwtn meint: click&buy!

KI-Workshop

Mehr Inspiration und schnellere Ergebnisse in der Unternehmenskommunikation  

Die Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben und insbesondere die Unternehmenskommunikation ist ein Bereich, in dem sie zur Prozessbeschleunigerin, Impulsgeberin, Ergebnisoptimiererin und Content-Creatorin werden kann. Doch wo anfangen? Und wo sind die Grenzen? 

In unserem Workshop zeigen wir Ihnen, welche Tools im Kommunikations- und Unternehmenskontext geeignet sind, wie diese funktionieren und welche Möglichkeiten sie bieten. Es soll auch darum gehen, was es braucht, um eine sinnvolle und sichere Nutzung von KI-Tools im Unternehmen zu initialisieren. Eine besondere Rolle kommt dabei auch der internen Kommunikation zu, die über Chancen und Risiken aufklären und die Stakeholder im Unternehmen vernetzen sollte, um am Ende Leitplanken und ein gemeinsames Verständnis für das Thema KI zu entwickeln.  

Warum?

  • Kommunikationsaufgaben werden immer komplexer, das Tempo erhöht sich. 
  • Niemand sollte sich deshalb mit zeitraubenden, repetitiven Aufgaben aufhalten. 
  • KI kann keine Menschen ersetzen, aber sie kann sie bei der Recherche, Konzeption, Kreation und Content-Produktion unterstützen. 

 

Wie?

  • Es werden verschiedene Tools vorgestellt und angewendet, die im Kontext der Unternehmenskommunikation einen wirklichen Mehrwert stiften können.
  • Wir sprechen über die Rolle der internen Kommunikation beim Thema KI.
  • Wir definieren Leitplanken und konkrete Anwendungsfälle für ein gemeinsames Verständnis von KI im gesamten Unternehmen. 

Ergebnis

    • Am Ende des Workshops hat jede/r ein Grundverständnis von KI.
    • Jede/r hat eine Idee davon, welche Rolle KI-Tools im Arbeitsalltag der Kommunikationsabteilung spielen könnten.
    • Wir definieren mögliche und sinnvolle Schritte, die zur Struktur des Teams und den Vorgaben des Unternehmens passen.
nwtn Specialist:

Karoline Malke

Bringt langjährige Content- und Kommunikations-Expertise mit Technologie-Begeisterung und KI-Ethik zusammen. Widmet sich der Fragestellung, wie technologiegestützte Content-Erstellung mehr Raum für kreatives und strategisches Arbeiten schaffen kann. In ihrem praxisnahen Workshop liefert sie eine umfassende Einordnung und Einblicke in den aktuellen Stand der Entwicklung und vermittelt anhand verschiedener Use Cases, wie KI in der Unternehmenskommunikation effektiv eingesetzt werden kann. 

LinkedIn-Workshop

Mit Thought Leadern und Corporate Influencern zum Erfolg

Die Bedeutung des ursprünglich reinen Karrierenetzwerks LinkedIn ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Die Plattform hat sich als relevanter Kanal für den Austausch und die Meinungsbildung im Bereich Management und C-Level-Kommunikation etabliert. Auch jenseits des C-Levels nimmt LinkedIn die Rolle eines „alternativen Wirtschaftsmediums“ ein. Wer hier vertreten ist, genießt eine hohe Aufmerksamkeit im relevanten Stakeholderkreis und wird, dank persönlicher Absenderschaft, häufig stärker wahrgenommen als in anderen werblichen oder redaktionellen Kontexten. 

Unser LinkedIn-Workshop hilft Ihnen bei der Positionierung und Themenfindung. Gemeinsam entwickeln wir Formate und Pläne, die für mehr Aufmerksamkeit und Engagement im Business Stream sorgen. 

Warum?

  • Mehr Sichtbarkeit: ​​Thought Leader und Corporate Influencer erreichen höhere Reichweiten als Unternehmensseiten, da diese als persönlich, authentisch wahrgenommen werden.
  • Mehr Glaubwürdigkeit: Persönliche und authentische Sichtweisen überzeugen mehr als Corporate-Sprech und können dennoch Botschaften des Unternehmens transportieren.
  • Employer Branding: Mehr Identifikationspotenzial und Einblicke für neue Talente
  • Extern = intern: Aktuelle Unternehmensthemen lassen sich über LinkedIn häufig nachhaltiger an die eigenen Mitarbeitenden vermitteln als über klassische Kanäle der internen Kommunikation. 

 

Wie?

  • Optimierung des Corporate-Auftritts und/oder einzelner Profile
  • Expert:innen-Positionierung, Entwicklung und Identifikation von Thought Leadern und individuellen Kommunikations- und Wahrnehmungszielen.
  • Corporate Influencer gewinnen, schulen und sichtbar machen
  • Themenplanung und Formate

 

Ergebnis

  • Umfassende Insights zur erfolgreichen Nutzung von LinkedIn 
  • eine individuelle Strategie für die Optimierung Ihres Corporate Profils und den Aufbau von Personenmarken über LinkedIn
  • konkrete Handlungsempfehlungen für Thought Leader und Corporate Influencer
  • Erste Redaktions- und Themenpläne sowie einfache Schritte, diese weiterzuentwickeln
nwtn Specialist:

Leif Ullmann

Ist spezialisiert auf die Themen Formatentwicklung und strategische Content- und Kommunikationsberatung. Sein Fokus liegt in der kommunikativen Begleitung und Beratung von Corporates und Brands im gesellschaftlichen Wandel. Der Workshop fokussiert neben allgemeingültigem und vielfach zitiertem “How to LinkedIn-Wissen” vor allem die inhaltlichen strategischen Auswirkungen und Potenziale einer Thought Leadership Positionierung. Je nach Status quo auch über die Plattform hinaus.

Workshop – Interne Kommunikation

Channel & Format Assessment: Mitarbeitende zielgerichtet erreichen

Die Anzahl an Themen, die im Unternehmen kommuniziert werden müssen, wächst. Ebenso werden immer mehr Kanäle eingesetzt, um die Belegschaft bestmöglich zu erreichen. Tool-Vielfalt, Format-Inflation und gestiegenes internes Sendungsbewusstsein lassen Mitarbeitende selektiver und gleichgültiger gegenüber den Nachrichten aus Marketing, HR und Unternehmensspitze werden. Die Folge: Obwohl mehr intern kommuniziert wird, wächst die Unzufriedenheit bei Mitarbeitenden! Um wahrgenommen zu werden, braucht es eine klare Portionierung der Informationen und Klassifizierung von Themen und Formaten sowie eine deutliche Absendermarke. 

Unser Workshop gibt Ihnen die Möglichkeit, Formate und Kanäle auf ihre Botschaften und Wirksamkeit zu prüfen. Wir erarbeiten gemeinsam einen klaren Fokus, Prioritäten in der Kommunikation sowie weitere Orientierungsmöglichkeiten für Mitarbeitende. Außerdem gleichen wir Kommunikationsangebote im Unternehmen und Kommunikationsbedürfnisse der Mitarbeitenden ab und entwickeln daraus konkrete Maßnahmen ab.

Warum?

  • Die interne Kommunikation steht vor der Herausforderung, eine große Informationsflut für Mitarbeitende greifbar zu machen.
  • Interne Medien, Tools, Kanäle und Formate sind im Laufe der Historie gewachsen und werden zu wenig hinterfragt und erneuert.
  • Mitarbeitende haben grundsätzlich den Wunsch, auf dem Laufenden und in aktuelle Unternehmensentwicklungen mit eingebunden zu sein, verlieren aber oft den Überblick. 
  • Kommunikationsverantwortliche suchen neue Wege und Strategien, mehr Mitarbeitende zu erreichen und zu Engagement zu motivieren. 

 

Wie?

  • In einem umfassenden Audit machen wir uns ein Bild vom Status quo Ihrer internen Kommunikationslandschaft.
  • Dazu werden Tools, Kanäle und Content unter die Lupe genommen. Wir werden aber auch verschiedene Perspektiven und Einschätzungen aus dem Unternehmen abfragen und bestehende Pulse Checks einbeziehen. 
  • Verdichten der Strategic Roadmap und der Prioritäten
  • Ordnen der Audiences nach Kommunikationsbedürfnissen & Zielen
  • Definition, Abgrenzung, Aufgabe und USP der Kanäle
  • Festlegen der Formate und Kanalfunktionen

Ergebnis

    • Klarer Fokus und Prioritäten
    • Bewertung von Formaten und Kanälen + Ableitung von Maßnahmen
    • Strategische Roadmap
    • Audience-Segmentation
    • Besseres Verständnis für Kommunikationsbedürfnisse
    • Impulse für mehr Authentizität und Thementiefe

Quelle ist eine repräsentative Umfrage von bonsai Research im Auftrag von nwtn (2023).

nwtn Specialist:

Anke Meier-Höppner

Arbeitet seit über 20 Jahren für und mit großen nationalen und internationalen Corporates. Kennt besonders die Herausforderungen im Dreieck zwischen Kommunikation, internen Stakeholdern und Mitarbeitenden. Richtet sich mit ihrem Workshop an Kommunikationsabteilungen, die neue Richtungen einschlagen oder den Status quo hinterfragen wollen. Ebenso taugt der Workshop als Kick-Off für jüngere, schnell wachsende Unternehmen, die vor der Aufgabe stehen, passende Strukturen nachzuziehen.